
🔴⚪ ZEHN TORE SIND KEIN ALIBI: GEGEN VERL MUSS ENDES FORTUNA LIEFERN!
Zehn Tore gegen den DSC 99, gute Laune am Flinger Broich – und trotzdem bleibt die entscheidende Frage offen: Wie viel davon bringt Fortuna endlich in der Liga auf den Platz? Am Sonntag, 11. Oktober, kommt der SC Verl um 19:30 Uhr in die Merkur Spiel-Arena. Für Alexander Ende wird das Wiedersehen mit seinem früheren Verein zum nächsten Prüfstein. Denn ein zweistelliger Pokalsieg gegen einen Bezirksligisten beantwortet noch nicht, warum Düsseldorf nach sieben Ligaspielen erst sechs Treffer erzielt hat.
Ganz so düster, wie die Diskussion um den Trainer manchmal wirkt, ist die sportliche Entwicklung allerdings nicht. Fortuna holte zehn Punkte aus den letzten fünf Ligaspielen, schlug Duisburg und gewann in Regensburg. Das anschließende 0:1 in Aachen stoppte den Aufwärtstrend. Mit zehn Punkten und 6:7 Toren steht Düsseldorf vor diesem Spieltag auf Platz zehn. Die Defensive liefert inzwischen eine brauchbare Grundlage. Vorne fehlt dagegen die Verlässlichkeit, die aus ordentlichen Ansätzen eine überzeugende Serie macht.
Verl reist punktgleich als Tabellenelfter an, hat zuletzt aber kräftig aufgeholt. Nach drei Auftaktniederlagen folgten zehn Punkte aus vier ungeschlagenen Ligaspielen. Trainer Orest Shala musste nach 17 Spielerabgängen einen erheblichen Umbruch bewältigen und hält dennoch am offensiven Verler Ansatz fest. Zuletzt gelangen jeweils 2:1-Siege gegen Meppen und Würzburg sowie ein 1:1 in Großaspach. Das Pokalaus im Elfmeterschießen gegen Gievenbeck und die 0:2-Testspielniederlage in Hannover zeigen allerdings: Unverwundbar ist dieser Gegner keineswegs.
Besonders aufpassen muss Fortuna vor dem eigenen Strafraum. Fünf der zehn Verler Ligatore fielen aus der Distanz – Ligabestwert. Wer dort zu spät herausrückt oder zweite Bälle herschenkt, lädt den Gegner ein. Im Zentrum lauert außerdem Tim Heike, der bereits viermal getroffen hat. Umgekehrt eröffnen 13 Gegentore und acht bereits verspielte Punkte nach Führungen durchaus Chancen. Fortuna muss diese Mannschaft beschäftigen, mit schnellen Kombinationen auseinanderziehen und nach Ballgewinnen konsequent nachsetzen. Gemächliches Querschieben dürfte Verl kaum beeindrucken.
Personell fehlt Elias Egouli nach seiner Gelb-Roten Karte in Aachen gesperrt. Bei Dominique Heintz ist ein Comeback nach den Oberschenkelproblemen bislang nicht bestätigt. Ein positives Signal lieferte dagegen Hamza Anhari, der im Pokal zurückkehrte und gleich traf. Eric Hottmann empfahl sich mit drei Toren, Yassine Bouchama mit einem Doppelpack. Die endgültigen Personalentscheidungen stehen noch aus; auch für Verl lag am Freitagmorgen keine abschließend bestätigte Ausfallliste vor.
Damit rückt die sportliche Frage an Ende in den Mittelpunkt: Wie werden aus Ballbesitz regelmäßig gefährliche Angriffe? Sportvorstand Samir Arabi hat selbst mehr offensive Durchschlagskraft eingefordert. Dafür braucht es bessere Laufwege, mutigere Entscheidungen und genügend Unterstützung für die Angreifer. Genau daran darf der Trainer gemessen werden. Ebenso fair ist es, die jüngsten Ligasiege mitzuzählen. Wer Ende kritisiert, sollte konkrete Fortschritte verlangen – und sie dann auch anerkennen.
Ein Heimsieg würde vor den anschließenden Aufgaben in Münster und gegen Saarbrücken Vertrauen schaffen. Ein weiterer zäher Abend würde die Zweifel kaum kleiner machen. Fortuna braucht gegen Verl deshalb eine Leistung, die über schöne Passfolgen hinausgeht und die Zuschauer mitnimmt. Die Gelegenheit, der Trainerdiskussion eine sportliche Antwort zu geben, liegt auf dem Rasen.
👉 Erkennt ihr unter Alexander Ende eine Entwicklung, die mehr Geduld verdient – oder überzeugt euch sein Fußball weiterhin nicht? Was muss gegen Verl konkret besser werden?
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