
🔴⚪ ENDE, JETZT NACHLEGEN! MÜNSTER DARF KEINE EINTAGSFLIEGE BLEIBEN
Bevor der Blick auf Saarbrücken geht, wartet bereits die nächste brisante Pokalgeschichte: Fortuna empfängt im Viertelfinale des Niederrheinpokals den MSV Duisburg. Die Auslosung vom Donnerstag beschert uns ein weiteres Straßenbahnderby vor eigenem Publikum. Für die Runde ist der 11./12. November vorgesehen. Nach dem 2:1-Erfolg im Ligaduell dürfte es an Vorfreude kaum fehlen. Doch bevor Düsseldorf vom nächsten Derbysieg träumen darf, muss die Mannschaft ihren Alltag als Aufstiegsanwärter überzeugender gestalten.
Am Samstag, 17. Oktober, um 14 Uhr kommt der 1. FC Saarbrücken in die Merkur Spiel-Arena. Für Alexander Ende ist das die Gelegenheit, dem hart erkämpften Sieg in Münster einen weiteren Schritt folgen zu lassen. Hottmanns später Treffer hat Erleichterung gebracht und wichtige Punkte gesichert. Ob daraus tatsächlich ein Aufschwung entsteht, entscheidet sich auch daran, wie Fortuna jetzt vor eigenem Publikum auftritt. Der Trainer muss zeigen, dass seine Mannschaft mehr kann, als sich mit großer Moral durch enge Spiele zu arbeiten.
Der Formcheck liefert durchaus Argumente für Zuversicht: Aus den vergangenen fünf Ligaspielen holte Düsseldorf zehn Punkte. Den Siegen gegen Duisburg und Regensburg folgten das 0:1 in Aachen, das 2:2 gegen Verl und zuletzt das 2:1 in Münster. Drei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage ergeben einen ordentlichen Ertrag. Trotzdem bleibt der Eindruck einer Mannschaft, deren Leistungen innerhalb eines Spiels erheblich schwanken. Gegen Verl ging nach der Pause zu viel Kontrolle verloren, in Münster fiel die Entscheidung erst in der Nachspielzeit. Der nächste Entwicklungsschritt muss darin bestehen, gute Phasen länger durchzuhalten.
Saarbrücken reist ebenfalls mit offenen Baustellen an. Auf das 2:1 gegen Großaspach folgten ein torloses Unentschieden bei Fortuna Köln und die 2:4-Heimniederlage gegen Duisburg. Gegen den Tabellenführer lag die Mannschaft von Argirios Giannikis bereits zur Pause mit 0:3 zurück. Ballverluste und unzureichend verteidigte Standards machten sie verwundbar. Gleichzeitig zeigte die zweite Hälfte, dass sich der FCS auch nach einem deutlichen Rückstand weiter wehrt. Wer die Gäste auf ihre jüngste Niederlage reduziert, unterschätzt ihre Möglichkeiten.
Für Fortuna ergibt sich daraus ein konkreter Auftrag: Saarbrückens Aufbau unter Druck setzen, ohne hinter der eigenen ersten Pressinglinie große Räume zu öffnen. Gegen Duisburg gerieten die Gäste durch aggressives Anlaufen in Schwierigkeiten. Düsseldorf muss solche Situationen gemeinsam erzwingen und gewonnene Bälle anschließend zielstrebig nutzen. Im eigenen Angriff braucht es präzise Zuspiele, abgestimmte Laufwege und genügend Anspielstationen im Strafraum. Die Verbindung zwischen Anas Slimani und Andreas Müller funktionierte in Münster bereits mehrfach. Solche Abläufe müssen häufiger sichtbar werden, damit Fortunas Offensive verlässlicher wird.
Personell bleibt bei Düsseldorf der zuletzt bestätigte Stand zu beachten: Vor der Münster-Partie meldete der Verein Felix Meiser, Milan Czako, Dominique Heintz, Lukas Eixler und Kaden Amaniampong als verletzungsbedingte Ausfälle. Eine abschließende Aktualisierung für Samstag liegt zum Redaktionsstand am Freitagmorgen noch nicht vor. Eric Hottmann hat seine Erkältung dagegen hinter sich und mit dem Siegtreffer beste Argumente für mehr Spielzeit gesammelt. Ob Ende ihn von Beginn an bringt, ist eine der spannenden Aufstellungsfragen zum Abschluss der englischen Woche.
Bei Saarbrücken fehlen nach den jüngsten Angaben Dominic Baumann krankheitsbedingt und erneut Patrick Sontheimer. Maurice Multhaup kommt wieder für den Kader infrage. Alexander Staff steht trotz seiner Wadenbeschwerden gegen Duisburg zur Verfügung. Die Gäste werden zudem von rund 5.000 mitreisenden Anhängern unterstützt. Fortuna sollte sich auf einen Gegner einstellen, der nach dem Rückschlag eine Antwort geben will und dafür hörbaren Rückhalt mitbringt.
Auch tabellarisch hat diese Begegnung Gewicht: Beide Mannschaften stehen bei 14 Punkten, Saarbrücken liegt als Fünfter aufgrund des besseren Torverhältnisses unmittelbar vor der sechstplatzierten Fortuna. Ein Heimsieg würde Düsseldorf am direkten Konkurrenten vorbeibringen. Vor Beginn des Spieltags fehlen zehn Punkte auf Spitzenreiter Duisburg und fünf auf den zweiten direkten Aufstiegsplatz. Wer den sofortigen Wiederaufstieg anstrebt, muss solche Heimspiele nutzen, um den Anschluss zu verbessern.
Ende braucht deshalb einen Auftritt, der über den nächsten emotionalen Moment hinaus überzeugt. Die Mannschaft muss entschlossen beginnen, ihre Ordnung unter Druck behalten und nach Rückschlägen ebenso wie nach einer Führung aktiv bleiben. Münster hat gezeigt, dass sie kämpfen kann. Gegen Saarbrücken soll sichtbar werden, dass sie daraus auch spielerische Sicherheit gewinnt.
Was erwartet ihr am Samstag: Reichen euch drei Punkte, egal wie sie zustande kommen, oder muss Fortuna diesmal auch über längere Strecken überzeugen? Und würdet ihr Hottmann nach seinem Siegtreffer direkt in die Startelf stellen?
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